Innovationen sind kein Zufall

Bahnbrechende Lösungen entstehen praktisch nie im luftleeren Raum. Universalgenies vom Format eines Daniel Düsentriebs sind sogar noch seltener als man gemeinhin denkt. Lösungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie funktionieren. Das unterscheidet sie von Ideen. Lösungen, die wirklich gut funktionieren, unterscheiden sich wiederum in einem Punkt von mittelmässigen und schlechten Lösungen: sie sind aus Kundenperspektive designt. Der Grund, warum das iPhone ein durchschlagender Erfolg wurde? Nach wenigen Minuten und ohne Anleitung finden sich Kindergärtler genauso zurecht damit wie die Grosseltern. War das ein Zufall? Nein!

Dahinter steckt der weltweit führende Innovationsansatz: Design Thinking. Neuerdings spricht man auch von Design for Impact. Und das bringt es auf den Punkt: die Qualität einer Lösung misst sich an ihrer Nutzbarkeit, an der Wirkung, die sie im Alltag entfaltet. Doch wie kommt man dahin? Zuerst gilt es, die zugrundeliegenden Bedürfnisse der späteren Nutzer zu verstehen. Denn während Lösungen sich ständig verändern, sind Bedürfnisse relativ konstant. Leute wollen Musik hören. Wer hingegen nur über eine Kassetten nachdenkt, erfindet nie ein Spotify.

Prototyping hilft dabei, Ideen auf den Punkt zu bringen

Sobald man die Bedürfnisse versteht, gilt es Lösungsideen zu entwickeln. Anschliessend werden die vielversprechendsten Ideen prototypisiert. Das Prototypisieren ist ein Schlüsselmoment: es zwingt einen, konkret zu werden. Es sorgt dafür, dass alle vom selben sprechen und dasselbe verstehen. Und das Wichtigste: Ideen lassen sich durch Dritte, z.B. zukünftige Nutzer, testen und direkt miteinander vergleichen. Daraus wird klar, was funktioniert und was nicht. Es entstehen neue Erkenntnisse hinsichtlich der Bedürfnisse der Nutzer, neue Lösungsideen und schliesslich neue, verbesserte Prototypen.

Dieser Prozess wird während eines Projekts immer und immer wieder durchlaufen. Verrückte Ideen können gefahrlos ausprobiert werden, etablierte Ansätze werden hinterfragt. Jeder Durchlauf dieses Zyklus entspricht einer Lernschleife. Zunehmend wird der Prototyp detailreicher, die Lösung klarer. Sofern man nicht Düsentrieb heisst, gilt die einfache Regel: wer schneller lernt, erreicht mehr Innovation.

Wer interiert, gewinnt!

Während der Entwicklung eines Kommunikations-Ökosystems durchlaufen wir den oben beschriebenen Lernzyklus viele Male. Zu Beginn geht es darum, verschiedene Varianten auszuprobieren, auf neue und unkonventionelle Ideen zu kommen. Bewusst werden mehrere Lösungswege verfolgt und sogar Prototypen gebaut, welche grundlegende Annahmen auf den Kopf stellen. Wie sähe die Lösung aus, wenn es das Internet nicht gäbe? Wie erreichen wir eine mehrjährige Kundenbeziehung, obwohl all unsere Kunden unter Alzheimer leiden? Oftmals entstehen gerade aus solchen Diskussionen die wertvollsten Lösungsansätze.

Prototyping kreiert tragfähige Lösungen

Sobald klar ist, wie die “Ideallösung” aussehen würde, geht es in die Gegenrichtung: nun werden die Prototypen zunehmend umsetzungsorientiert und versuchen, möglichst viel der “Ideallösung” in ein konkretes, umsetzbares Projekt zu übertragen.

Je nach Projektumfang und Ihrem Innovationsanspruch investieren wir mehr oder weniger Zeit ins Lösungsdesign. Der Ansatz, schnell zu prototypisieren und zu testen, bleibt jedoch derselbe. Wir sorgen dafür, dass der Prozess zügig vorwärts geht. Während der ganzen Zeit orientieren wir uns am Content Hub Canvas, damit nichts vergessen geht.